Wasseranalytik

Die Grundlage für alles Leben auf der Erde verdanken wir dem Wasser. Daher hat die Bundesrepublik Deutschland die gesetzliche Grundlage zur Sicherung und Überwachung des Trinkwassers im § 37 Abs. 1 IfSG definiert:

„Wasser für den menschlichen Gebrauch muss so beschaffen sein, dass durch seinen Genuss oder Gebrauch eine Schädigung der menschlichen Gesundheit, insbesondere durch Krankheitserreger, nicht zu besorgen ist”.

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Unser akkreditiertes, gelistetes Labor DIAMEDIS bietet alle nötigen mikrobiologischen Untersuchungen im Bereich Kalt-/Warmwasser an, um die gesetzlich geforderte hygienische Sicherheit zu erfüllen für:

Trinkwasser in Hausinstallationen/öffentlichen Einrichtungen

Um die Qualität von Trinkwasser zu sichern, gilt seit Januar 2018 eine Änderung der Trinkwasserverordnung, in der u.a. beschrieben ist, dass die Verantwortung sowohl für die Probenahme, als auch für Analytik beim Labor liegt und Überschreitungen des technischen Maßnahmewertes für Legionellen in Hausinstallationen unverzüglich vom Labor dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet werden müssen.

Immobilieneigentümer, der Vermieter oder auch die Eigentümergemeinschaft sind verantwortlich, für das hygienisch einwandfreie Trinkwasser zu sorgen. Die Untersuchungsergebnisse müssen allen Nutzern des Wohnobjektes und auch dem örtlichen Gesundheitsamt jederzeit zur Verfügung gestellt werden.

Legionellen vermehren sich im Wasser in einem Temperaturbereich zwischen 25°C und 55°C, somit wird eine orientierende Überprüfung einer Trinkwasserinstallation im Warmwasser durchgeführt.

Andere mikrobiologische Parameter (Gesamtkeimzahl, E.coli, coliforme Bakterien, Enterokokken, Pseudomonaden) werden vorwiegend im Kaltwasser einer Trinkwasserinstallation untersucht.

Die Probenahme zur mikrobiologischen Überprüfung des Trinkwassers muss von einem/einer zertifizierten Probenehmer/in erfolgen, damit der Prüfbericht zur Vorlage bei den Behörden anerkannt wird.

Wasser aus Lebensmittelbetrieben/Zahnarztpraxen/med. Einrichtungen

Auch im Lebensmittelbereich, Zahnarztpraxen und in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern wird im Rahmen von HACCP-Konzepten und RKI-Richtlinien eine Überwachung der Wasserqualität gefordert.

In Lebensmittel verarbeitenden Betrieben wird im Rahmen von HACCP-Konzepten die einwandfreie Bereitstellung des Wassers gefordert, das für die Verarbeitung von Lebensmitteln Verwendung findet. In Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt kann die Probenahme  von den Betreibern selbständig durchgeführt werden. Eine Kurzanleitung dazu findet sich auf unseren Probenahmeprotokollen.

Gemäß Infektionsschutzgesetz haben Leiter von medizinischen Einrichtungen, wie z.B. zahnärztliche Praxen sicherzustellen, das Risiko von Gesundheitsschäden durch Verwendung mikrobiologisch unbedenklichen Wassers zu reduzieren. Bei zahnärztlichen Behandlungseinheiten wird die jährliche mikrobiologische Überprüfung von einer Entnahmestelle pro Behandlungseinheit als ausreichend angesehen. Diese umfasst die Bestimmung der Gesamtkeimzahl bei 36°C  sowie  die Bestimmung von Legionellen durch ein Labor mit entsprechender Erfahrung.

Wasser in Dentaleinheiten ist definitionsgemäß kein Trinkwasser, sondern Betriebswasser, deshalb darf die Probenahme von hygienisch geschultem Praxispersonal durchgeführt werden. Eine Kurzanleitung dazu findet sich auf unseren Probenahmeprotokollen. Weitere Informationen erhalten Sie auf unserem Flyer.

Im Bereich der Krankenhaus- und Praxishygiene hat das RKI schon seit Jahren Richtlinien und Empfehlungen herausgegeben, um in diesen sensiblen Bereichen das Ansteckungsrisiko für Patienten zu vermindern. Hierzu gehört insbesondere auch die regelmäßige Überwachung der Trinkwasseranlagen durch geschultes Personal, wie z.B. Hygienefachkräfte.

Wasser aus Rückkühlwerken

Rückkühlwerke werden eingesetzt, um Wärmelasten, z.B. aus technischen Prozessen, an die Umgebung abzuführen.

  • Verdunstungskühlanlagen
  • Nassabscheider
  • Kühltürme

Alle 3 Anlagetypen sind Quellen für Legionellen-haltige Aerosole und stellen ein gesundheitliches Risiko dar, da sie im Fall des Einatmens Ursache für Infektionskrankheiten sein können.

Beispiele sind die Legionellenausbrüche in Ulm im Jahr 2010 und in Warstein im Jahr 2013, die Todessopfer forderten.

Um das Risiko einer gesundheitlichen Beeinträchtigung zu minimieren, hat der Gesetzgeber die 42. BImSchV (42. Bundesimmissionsschutzverordnung) formuliert,  die eine Melde-und Überwachungspflicht für Betreiber von Rückkühlwerken vorschreibt.

Weitere Informationen erfahren Sie in einem persönlichen Gespräch.
Rufen Sie uns einfach an: 05205 72 99-0